Netzentgelte neu ab 2027: Eine einzige Viertelstunde bestimmt künftig Ihre Netzkosten
- Rochus

- vor 5 Tagen
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Ab 1. Jänner 2027 wird in Österreich die Verrechnung der Stromnetzkosten grundlegend umgestellt. Die wichtigste Neuerung: Es zählt nicht mehr nur, wie viel Strom Sie verbrauchen, sondern wie viel gleichzeitig.
Was ändert sich konkret?
Bisher zahlten Haushalte ihre Netzkosten zu über 80 Prozent nach der verbrauchten Energiemenge in Kilowattstunden. Künftig teilen sich die Netzkosten etwa je zur Hälfte auf: eine Hälfte nach Verbrauch, die andere nach Leistung – dem sogenannten Leistungspreis.
Gemessen wird dafür die höchste Viertelstunden-Leistung des Monats. Ihr Smart Meter zeichnet diese 15-Minuten-Werte bereits heute auf. Eine einzige „teure Viertelstunde“ – etwa wenn E-Auto, Wärmepumpe und Backrohr gleichzeitig laufen – bestimmt also den Leistungspreis für den ganzen Monat.
Nach den aktuellen Richtwerten der E-Control kostet die Leistung künftig rund 34 Euro pro Kilowatt und Jahr – und ab 10 kW verdoppelt sich dieser Satz. Im Gegenzug sinkt der verbrauchsabhängige Netz-Arbeitspreis deutlich.
Wer gewinnt, wer verliert?
Rund 75 Prozent der Haushalte werden laut den Berechnungen zur Reform weniger zahlen – vor allem kleine, gleichmäßige Verbraucher. Auf der anderen Seite stehen genau jene Haushalte, die in die Zukunft investiert haben: Wer sein E-Auto ungesteuert an der 11-kW-Wallbox lädt, zahlt künftig bis zu 21 Prozent mehr Netzkosten. Mit intelligenter Steuerung dreht sich das Bild komplett: Dann sind sogar 8,5 Prozent Ersparnis drin.
So wird die Reform zu Ihrem Vorteil
Genau hier kommt der Batteriespeicher mit intelligenter Steuerung ins Spiel. Unsere GoodWe-Hybridwechselrichter beherrschen das sogenannte Peak Shaving: Das System erkennt, wenn im Haus eine Lastspitze entsteht, und bedient sie aus dem Speicher – bevor sie am Netzanschluss überhaupt sichtbar wird.
Ihr Alltag ändert sich dabei nicht. Das E-Auto lädt, die Wärmepumpe läuft, gekocht wird auch – nur sieht das Netz statt 12 kW Spitze nur noch geglättete 5 kW. Der Unterschied nach den aktuellen Richtwerten: rund 470 Euro Leistungspreis pro Jahr ohne Steuerung, rund 170 Euro mit. Das sind etwa 300 Euro Ersparnis pro Jahr – zusätzlich zu dem, was Ihre PV-Anlage ohnehin schon durch Eigenverbrauch spart.
Unser Tipp: Schauen Sie jetzt in Ihr Smart-Meter-Portal
Ihre höchste Viertelstunde des Monats können Sie schon heute im Webportal Ihres Netzbetreibers nachsehen. Schicken Sie uns Ihren Wert – wir rechnen Ihnen kostenlos aus, was er ab 2027 kosten würde und wie viel eine PV-Anlage mit intelligentem Speicher bei Ihnen konkret bringt.
Hinweis: Die genannten Beträge basieren auf den Richtwerten der E-Control zum Verordnungsentwurf; die verbindliche Tarifverordnung wird Ende 2026 erwartet.



